Klarinette

Die Klarinette gehört zur Familie der Holzblasinstrumente und ist seit eh und je ein beliebtes Instrument für Jung und Alt. Ihre Einsatz- möglichkeiten sind vielfältig - vom Klassischen in der Sololiteratur oder der Orchestermusik, über jazzige Musikstücke z. B. von Benny Goodman bis hin zum Klezmersound eines Giora Feidman.

Der Name Klarinette leitet sich wegen dem anfänglich "scharfem" hellen Ton von der "Clarino", einer hohen Barocktrompete ab.

Die heutige Klarinette ist aus schwarzem Grenadilholz gefertigt und lässt sich in 5 Teile zerlegen. Von oben nach unten sind dies:

  • Mundstück: Hier wird das Blättchen, ein einfaches Rohrblatt, befestigt, durch dessen Schwingung auf der Mundstückbahn der Ton entsteht
  • Birne / Fässchen: Diese dient zur genaueren Stimmung
  • Ober- und Unterstück: Auf diesen Teilen sind die Tonlöcher gebohrt sowie die Klappen montiert.
  • Trichter: Dient der Klangverstärkung, besonders der tiefen Töne.

Aufgrund ihrer zylindrischen Form lässt sich auf der Klarinette in die Duo-Dezime überblasen. Ihr Tonumfang reicht vom notierten kleinen e bis zum c´´´´, wobei jede Lage ihren individuellen Klangcharakter hat.

Klarinettenfamilie
Gängigstes Instrument, auch aufgrund ihrer Verwendung in der U-Musik ist die "normale" B-Klarinette. Sie ist die Klarinette, auf der auch in aller Regel der Unterricht stattfindet. Zu ihr gesellt sich im Sinfonieorchester und der solistischen Literatur der "große Bruder", die A-Klarinette. Die hohe Es-Klarinette mit ihrem durchdringendem Ton steht im Gegensatz zur tiefen voluminösen Bass-Klarinette. Beide sind fester Bestandteil eines Sinfonie- bzw. sinfonischen Blasorchesters. Zu den Exoten der Klarinettenfamilie zählen schließlich das Bassetthorn in F, die Altklarinette in Es sowie die Kontrabass-Klarinette.

Abschließend sei nur zu erwähnen, dass die Griffweise auf allen genannten Klarinetten im Großen und Ganzen die gleiche ist.

 

Klarinettenliteratur:

  • Solistisch:
    Aufgrund der Vielzahl der Werke seien nur ein paar wenige zentrale erwähnt:

    • Wichtigstes Werk ist zweifelsfrei W.A. Mozarts Konzert in A-Dur, KV 622 für Klarinette und Orchester, gefolgt von C.M. v. Webers Concertino op. 26 und den Konzerten op.73 und 74, des weiteren sollten die 4 Konzerte von Louis Spohr, Claude Debussys Premiere Rhapsodie sowie das Konzert von Aaron Copland genannt werden.
      Im Bereich der Sonatenliteratur zählen die beiden Sonaten von Johannes Brahms, die Fantasiestücke von Robert Schumann sowie die Werke von F. Poulenc, C. Saint-Saens und J. Francaix zum Standard-Repertoire.
      Für Klarinette Solo wurde vorwiegend in jüngerer Zeit komponiert, zu nennen seien hier die 3 Stücke solo von Igor Stravinsky und das Capriccio von Heinrich Sutermeister.

  • Kammermusik / Orchester:
    In der Bläserkammermusik spielt die Klarinette eine gewichtige Rolle, ebenso in gemischten Besetzungen wie dem Trio für Klarinette, Cello und Klavier a-Moll von J. Brahms. Seit Johann Stamitz und seiner Mannheimer Schule ist sie auch wichtiger Part im Orchester, bis hin zu Richard Strauss, der in seinen Opernwerken nahezu die ganze Klarinetten- familie zum Einsatz bringt. Im Blasorchester nimmt die Klarinette ebenfalls einen wichtigen Part ein, hier ist sie meistens chorisch besetzt, d.h. mehrere Musiker spielen die gleiche Stimme.
  • Unterricht:
    Im Bereich der Unterrichtsliteratur ist das Angebot gerade in den letzten Jahren ungemein gewachsen und wird auch noch weiter zunehmen. Angefangen von solistischen Liederbüchern über Stücke mit Klavierbegleitung bis hin zu Play-Alone Ausgaben aller Stilrichtungen ist das Angebot vielfältig und es können fast alle musikalischen Wünsche erfüllt werden. Außerdem werden auf diese Weise auch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Klarinette optimal gefördert.
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